Frachtbrief der belgischen Eisenbahn von 1971

Frachtbrief der belgischen Eisenbahn von 1971

Wie einige vielleicht wissen ist mein Sammelgebiet „Weihnachten“, speziell „Nikolaus“. Den hier abgebildeten Beleg habe ich vor längerer Zeit in einer Grabbelkiste gefunden und ihn meiner Sammlung einverleibt. Das wird mancher sicher ungewöhnlich finden, handelt es sich bei dem Beleg doch um einen Frachtschein der belgischen Eisenbahn.

Danach versandte Im Jahre 1971 eine belgische Firma ein Paket von 2,15 kg Gewicht an eine Zieladresse in Schweden. Die Sendung wurde in St. Niklaas (Ort in Belgien) bei der belgischen Eisenbahn eingeliefert und hier am 06.10.1971 abgefertigt, ging mit der Bahn nach Brüssel und wurde von dort mit Luftpost nach Schweden (Stockholm) befördert. Von Stockholm aus wurde das Paket vermutlich durch die Post an die Empfängerfirma ausgeliefert. Sowohl in Belgien als auch in Schweden wurde die Ware zollamtlich behandelt.

Interessant sind die in St. Niklaas entwerteten Marken auf dem Frachtschein, die im Michel nicht bei den „normalen“ Marken gelistet sind und die man erst nach einigem Suchen findet. Es handelt sich dabei um sogenannte „Eisenbahnpaketmarken“.

In Belgien war die Eisenbahn in allen Orten mit Bahnanbindung für den Paketdienst zuständig. Zu diesem Zweck wurden ab 1879 „Eisenbahnpaketmarken“ verausgabt, mit denen die Pakete auf den Frachtbriefen frei zu machen waren. Die Entwertung der Marken erfolgte durch Bahnstempel, achteckige Telegraphenstempel oder auch runde Poststempel. Das Monopol der Eisenbahn wurde erst in den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts aufgehoben.

Bild und Text: Norbert Voigt

 

 

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